Der Samowar. Ein Jahr rund um den Samowar

Sa, 16.03.2013 abgelaufen

Dem Samowar war der Ehrenplatz auf dem Tisch im alten Russland vorbehalten. Seine Geschichte bietet einen Überblick über die Feierlichkeiten in Zusammenhang mit dem Bauernkalender.

Der Samowar

Ein Jahr rund um den Samowar: Feste und Rituale aus der russischen Überlieferung und aus Kindermärchen

Im täglichen Leben in Russland war der Samowar weit mehr als ein einfacher Behälter, um das Teewasser zu erhitzen. Er war ein Symbol für Haus und Heim, für die Feuerstelle, um die herum Angehörige und Freunde zusammenkamen, Gespräche führten, sangen und Kindern Märchen erzählten.

Auf diesem Treffen versuchen wir einen Rückblick auf die verschiedenen Anlässe und Feierlichkeiten im Bauernkalender, die nach wie vor zum Leben in Russland gehören (in italienischer Sprache).

Gleichzeitig steht eine Kinderecke zur Verfügung, in der Märchen auf russisch, italienisch und deutsch vorgelesen werden sowie durch heitere Musik untermalte Spiele stattfinden.

Wir beginnen bei der Masleniza, dem russischen Fasching, mit dem die Menschen feiern, dass der strenge Winter vorüber ist und die Wärme zurückkehrt. Die Bliny, kleine Pfannkuchen, sind mit ihrer runden Form und goldene Farbe das Symbol für die Sonne. Wir erzählen von Sitten und Gebräuchen, mit Hinweisen auf rituelle Speisen, etwa die für das orthodoxe Osterfest typischen Kulich und Paskha. Wie anderswo auch, überlagerten christliche Feierlichkeiten weit ältere heidnische Gebräuche. Das Ergebnis war der Dvoeverie genannte volkstümliche Doppelglaube.

Der Frühling beginnt herkömmlicherweise mit dem ersten Tauwetter, sobald der Erdboden unter dem Schnee wieder sichtbar wird und die Eisschollen auf den Flüssen zerbrechen. Dem Volksglauben zufolge bringen die Zugvögel den Frühling zurück. Aus diesem Grund wurden Kekse in Vogelform mit aus Sultaninen geformten Augen gebacken.

Im Sommer sammelte man Kräuter auf den Feldern und verzierte damit kleine Körbe, die dann gesegnet wurden.

Im Winter steht das Weihnachtsfest im Mittelpunkt. Der russische Christbaum heißt ëlka und wurde von Peter dem Großen eingeführt. Großväterchen Frost und seine kleine Enkelin Snegurochka, das Schneekind, bringen die Geschenke. Die Prjaniki, das Weihnachtsgebäck, duften wie Pfeffer- oder Lebkuchen nach Honig und Gewürzen.

Eintritt:
Freier Eintritt

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Kontrollnummer:  32247395

 

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Ort und Zeit

Bereits stattgefundene Veranstaltungen

  • Sa, 16.03.2013, 15:00 - 17:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Bürgersaal, Meran